Bitschnau
 

Die "Bitschnau" sind ein uraltes Montafoner Geschlecht. Sie sind im Bartholomäberger Jahreszeitbuch um 1450 in drei verschiedenen Schreibungen "pitschnun", "Pitschaun" und "Batschnaun" verzeichnet. Später schreiben die Montafoner Pfarrer in ihren Kirchenbüchern auch noch "Betschnau", "Bitschnaw" oder "Bitschnaun". Der Name Bitschnaudürfte sich aus dem roanischen Bastian, Bastiaun, dem Wort Sebastian entwickelt haben. 

Auf jeden Fall ist die Annahme, dass das Geschlecht der Bitschnau vom Barischen Uradelsgeschlecht "von Pienzenau" abstammt, ganz unwahrscheinlich. 

Dennoch führt das Geschlecht in Vorarlberg nachweisbar schon seit dem vorigen Jahrhundert ein dem vorgenannten Adelsgeschlecht stark ähnliches Wappen. 

Die Bitschnau waren im Tale Montafon seit eh und je ein starkes Geschlecht. So bewohnten nach dem grossen Montafoner Familienbuch in der Zeit von 1640 bis 1986 in Bartholomäberg 195, Innerberg 15, Silbertal 29, St. Anton 14, Tschaggungs70, Schruns 40 und Vandans 68 Familien.

Das tüchtige Geschlecht hat eine Vielzahl von Männern und Frauen aufzuweisen, die sich ausgezeichnet haben und aussergewöhnliche Würden und Erfolge erreicht haben. Sie sind durch Arbeit in handwerklichen und geistigen Berufen, wie Arzt, Baumeister, Dr. med., Dr. iur., Dr. phil., Dr. theol., Direktor, Lehrer, Offizier, Ordenspriester, Professor, Rechtsanwalt, Staatsanwalt Beamter und Wissenschaftler zu Ehren und Ansehen von seitens der Mitmenschen und Obrigkeit gekommen.